Die nervigen Störgeräusche im Ohr Tinnitus kann sich auf unterschiedlichste Weise bemerkbar machen

Tinnitus ist in unserer Gesellschaft ein sehr stark verbreitetes Leiden:

♦  Es wird geschätzt, dass in Europa gut 15 Prozent der Bevölkerung von Ohrgeräuschen betroffen sind.

♦  Davon wiederum leiden rund drei Prozent unter sehr schweren Tinnitusformen.

Experten gehen in Deutschland von mehr als 10 Millionen Menschen aus, die in irgendeiner Form vorübergehend oder dauerhaft von Tinnitus betroffen sind. Rund 30 000 davon dürften therapiebedürftig sein. Einer Studie zufolge hat fast ein Viertel aller Bundesbürger, die älter als zehn Jahre sind, schon einmal “Ohrensausen” erlebt. 2,7 Millionen Menschen haben einen sogenannten chronischen Tinnitus.

Nach langer Zeit der Ratlosigkeit und der therapeutischen Misserfolge, zeigt sich für Tinnitus Geplagte heute erstmals eine reelle Chance, ihr Problem bewältigen zu können. Dies geschieht vor allem aufgrund der Erkenntnis, dass es sich beim Tinnitus in den allermeisten Fällen weniger um ein organisches als vielmehr um ein Wahrnehmungsproblem handelt. Auf dieser Grundlage ist von amerikanischen Wissenschaftlern die „Tinnitus-Retraining-Therapie“ entwickelt worden – ein Behandlungsmodell, welches darauf ausgelegt ist, die störenden Geräusche „in den Hintergrund zu trainieren“.

Was ist Tinnitus?

Unter Tinnitus versteht man Ohrgeräusche in Form von Läuten, Surren, Schleifen, Brummen, Zischen und vielen anderen akustischen Ausprägungen. Am häufigsten ist ein Pfeifen, das von den meisten Betroffenen auf dem linken Ohr wahrgenommen wird. Solche Geräusche treten vorübergehend oder permanent auf, in schwächerer oder stärkerer Form. In schweren Fällen kann Tinnitus bis zur Arbeitsunfähigkeit oder gar zur Invalidität führen.

Was sind die Ursachen?

Häufigste Ursache für einen Tinnitus ist eine kurzzeitige, starke Überstrapazierung des Gehörs – beispielsweise bei:

♦ einem Rockkonzert

♦ einer Technoparty

♦ auch durch schießen ohne Gehörschutz

♦ Knallkörper, Schreckschusspistolen etc…

In der heutigen Zeit zählt Stress mit zu den häufigsten Ursachen des Tinnitus.

Tinnitus kann außerdem mit einem hohen Blutdruck als Nebenwirkung von starken Medikamenten einhergehen oder nach einem Hörsturz auftreten. Im weiteren kann das Leiden auf seelische Belastungen oder eine Erkrankung des Mittelohrs zurückzuführen sein.

Wann zum Arzt?

Nehmen Sie erstmals auftretende Ohrgeräusche ernst und fragen Sie sich, was sie Ihnen sagen wollen. Ruhen sie sich aus! Wenn das ständige Pfeifen, Rauschen oder Summen nach ein bis drei Tagen nicht verschwunden ist, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser wird ihre Beschwerden erfassen und mit ihnen über die Ursachen und einer daraus folgenden Therapiemöglichkeiten sprechen.

Treten die Ohrgeräusche danach weiterhin auf, bieten sich mehrere, oft kombinierte Behandlungsmethoden an. Diese besprechen Sie mit ihrem HNO Arzt.

 

 

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